Kleines Lexikon

Liebe Schlagzeugerinnen und Schlagzeuger!

hier findet Ihr ein kleines Lexikon zu vielem, was in der Welt des Schlagzeugs von Belang ist. Einen Anspruch auf Vollständigkeit oder auch auf absolute Richtigkeit im Sinne eines "richtigen" Nachschlagewerkes können und wollen wir hier nicht garantieren, wohl aber eine Möglichkeit für alle Anfängerinnen und Anfänger, sich über verwendete Fachbegriffe und Termini in der Schule einen kleinen Überblick zu verschaffen.

A
Akzent: Durch Betonung hervorgehobener Schlag (lauter als die umgebenden Schläge).
Auftakt: Kleiner, oft kurzer Takt oder Schlag vor Takt 1.
B
Bass-Drum: die „große Trommel“ am Drumset, wird mit dem Fuß gespielt.
Backbeat: "Nachschlag". Gemeint ist die der Snare auf den Zählzeiten "2" und "4", dem "Herzschlag" der Popmusik.
Becken: rundes, tellerförmiges Instrument, ganz aus Metall-Legierungen.
Beat: engl. Schlag, spätestens seit den „Beatles“ auch für eine ganze Musikrichtung benutzt.
Binäre (Rhythmen): auf Zweier-Unterteilungen basierende Rhythmen ("binär" = zweifach)
Bindebogen: verbindet zwei Noten zu einer dann längeren Einheit.
Blues: Musikrichtung, die letztlich aus dem Jazz entsprungen ist. Mit der 12-taktigen „Bluesform“ auch formal richtunggebend.
Bossa Nova: Musikrichtung, die in den 50er Jahren des 20. Jarhunderts in Brasilien entstand.
C
Coda: Schluss eines Musikstückes.
Cowbell: Eine "Kuhglocke" (bzw. ein einer Kuhglocke nachempfundenes, zu einer Seite offenes Metallinstrument in Form eines Kelches). Im Drumset oft in Latin-Grooves eingesetzt, aber auch als einzelnes Percussioninstrument häufig vorkommend.
Crash-Becken: oft kleineres Becken, das für Akzente im Set-Spiel benutzt wird.
D
Drumset: englisches Wort für Schlagzeug, welches uns Deutschen hilft, eine Abgrenzung zum übrigen Schlagwerk herzustellen. Hier seht Ihr mein Drumset:
Double-Bass: Mit beiden Füßen gespielte Bass, entweder über ein Doppel-Pedal oder tatsächlich an zwei Bass-Drums.
Duo: Musikstück für zwei Spielerinnen oder Spieler.
Dynamik: Lautstärke. Eine Auflistung der gebräuchlichsten dynamischen Zeichen findet ihr hier.
F
Fell: Mit dem Fell sind die Trommeln bespannt, auf das Fell wird geschlagen. Plastikfelle/Naturfelle.
Fill-In: Tom- und/oder Becken-Figuren, die einen Rhythmus unterbrechen und überleiten oder abrunden.
Flam: engl. Vorschlag.
Forte: ital. Laut.
Funk: Musikstil, der durch starke Akzente und durch Abweichung vom "Backbeat" (der Snare auf den Zählzeiten "2"und "4") gekennzeichnet ist.
Fußmaschine: Mit der Fußmaschine wird die Bassdrum am Set gespielt, an ihr ist der Schlägel oder Beater befestigt. In der Abbildung oben seht ihr eine Doppelfußmaschine.
G
Ghost Notes (Ghosting): fast unhörbar leise gespielter Schlag (meist auf der Snare).
Groove: unübersetzbares engl. Wort für „Rhythmus“
H
HiHat: zwei kleine Becken, die waagerecht mittels einer Maschine per Fuß gegeneinander gechlagen werden können, die aber auch in geschlossenem oder teilweise geöffnetem Zustand mit der Hand angeschlagen werden.
J
Jazz: frühe, amerikanische Form der Popularmusik, in der die Improvisation eine entscheidende Rolle spielt. Später in zahlreiche Stilrichtungen aufgespalten, die vom trad. Jazz (Dixieland) bis zum Freejazz ein sehr breites musikalisches Spektrum abdeckt.
K
Kickpad:elektronisches Bass-Drum-System.
L
Latin: Sammelbegriff für lateinamerikanische Musik.
Linear Drumming: Prinzip, auf Dem Schlagzeug durch Aneinanderreihung von Schlägen ("Linear") Grooves zu erzeugen.
M
Mezzoforte: ital. mittellaut (wörtl. „halblaut“)
Mezzopiano: ital. halbleise
Metronom: Gerät, welches in einstellbaren Abständen (Bpm – Schläge pro Minute) Töne erzeugt, die dem Musiker helfen, ein bestimmtes Tempo zu halten.
Metrum: lat. Maß. Gemeint ist meist das Taktmaß.
N
Noten: Zeichen, um Musik aufzuschreiben und damit mitteilbar zu machen, bzw., um diese nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Notenschlüssel: am Anfang einer Notenzeile zur Festlegung der Tonhöhe der Noten. Entfällt in diesem Sinn für Trommler, wird aber für Pauke oder Marimba benötigt.
Notenwert: bezeichnet die Länge einer betreffenden Note.
O
Odd-Times: Im Schlagzeug Sammelbegriff für ungerade Rhythmen (von engl. "odd numbered" = ungerade).
P
Pad: Anschlagsfläche, meist aus Gummi, zum Ansteuern von elektronischen Schlagzeugen oder zum geräuscharmen Üben („Übepad“)
Paradiddle: eine Schlagfigur aus den "Rudiments", den festgelegten Trommel-Figuren. Die Paradiddle-Grundform besteht aus folgenden gleichmäßigen Schlägen: r-l-r-r-l-r-l-l oder umgekehrt.
Pattern: engl. Muster. Ein musikalisches Muster kann z.B. eine wiederkehrende Anzahl bestimmter Töne oder Schläge sein.
Piano: ital. leise.
Philly: Rhythmus, bei dem die HiHat abwechselnd schnell geschlagen wird.
Pop: Oberbegriff für „populäre“, d.h. gängige, unterhaltende Musik.
Punktierte Noten: Ein Punkt verlängert eine Note, und zwar um die Hälfte ihres eigenen Wertes .
R
Rhythmus: griech. regelmäßige Wiederkehr. Für uns Schlagzeuger ist ein Rhythmus das, was wir mit einer bestimmten Schlagkombination erzeugen.
Ride-Becken: großes Becken zum Spielen von durchgehenden Rhythmen.
Rim-Click: Spezieller Snare-Sound, der erzeugt wird, indem der Stick auf den Spannreifen des Felles geschlagen wird (bei auf das Fell aufgelegtem anderen Ende).
Rim-Shot: Snare-Schlag, bei dem gleichzeitig das Fell und der Rand getroffen wird. Dadurch entsteht, ein durchdringender, hart-metallischer-Klang, der an einen "shot" (einen Schuss) erinnert.
Rock: spezielle Stilrichtung der Pop-Musik, oft im Klang und Rhythmus härter.
Rolls: "Wirbel". Beim "Open Roll" spielt man genau je zwei Schläge pro Hand, beim "Closed Roll" spielt man "Prallschläge", also unhörbar viele Anschläge pro Bewegung, die sich zum "Trommelwirbel" verdichten.
Rudiments: spezielle, genau festgelegt Trommel-Figuren. Es gibt die berühmten "26 Rudiments", festgelegt von der "National Association Of Rudimental Drummers".
S
Sabian: Beckenhersteller
Samba: Brasilianischer Musikstil (mit oft hunderten SchlagzeugerInnen und TänzerInnen)
Set: Kurzwort von Drumset
Sextole: Sechs Schläge auf dem Raum, den sonst nur vier Schläge einnehmen könnten.
Snare: Trommel mit an- und abspannbarem Ketten-Teppich am Resonanzfell.
Shuffle: Groove, der durch eine triolische HiHat-Figur gekennzeichnet ist.
Solo: ital. allein. (Vortrags-) Stück für einen Musiker / eine Musikerin.
Soul: Musikrichtung, mit expressiven und/oder gefühlsbetonten Elementen, oft von schwarzen Musikerinnen und Musikern vertreten.
Stand-Tom: großes Tom-Tom, keineswegs immer nur stehend.
Stick: engl. Stock. Schlagzeugstock.
Stimmschlüssel: Werkzeug zum Stimmen der Trommelfelle.
Swing: Stilrichtung des (frühen) Jazz.
T
Takt: lat. Schlag. In der Musik Einheit zur Unterteilung aufgeschriebener oder gespielter Musik.
Taktangaben: gibt Auskunft über die Zahl und Art der Zählzeiten in einem Takt.
Ternäre (Rhythmen): auf Dreier-Unterteilungen basierende Rhythmen ("ternär" = dreifach).
Timing: Begriff für das genaue Empfinden und Umsetzen der zeitlichen Abläufe und Zusammenhänge in Rhythmen.
Tom-Tom: kleine bis mittelgroße Trommeln am Set.
Triole: drei Schläge auf einer Zählzeit, die rechnerisch nur zwei Schlägen Platz bietet.
V
Vorschlag: Zwei eng aufeinander folgende Schläge (Vor- und Hauptschlag).
Z
Zildjian: türkisch/amerikanischer Beckenhersteller